Macht Tinder krank⁉️

Macht Tinder krank⁉️

Es geht nicht darum, dass immer mehr Singles wie Zombies auf ihr Smartphone starren und auf ein “Match” hoffen. Die Gefahren, die durch Tinder entstehen könnten, sind wirklich ernst! Der Einfluss der Dating-App auf unser Leben scheint noch größer als bisher angenommen: Nicht nur, dass Menschen lieblos an- und wegeklickt werden ohne echte Nähe. Das schnelllebige Kennenlernen führt offenbar auch dazu, dass so mancher leichtsinnig wird. Die Zahlen der geschätzten HIV Neuinfektionen haben sich seit 2006 zwar stabilisiert, aber vor allem die Rate von Geschlechtskrankheiten hat sich zwischen 2009 und 2019 verdoppelt und seit 2001 sogar versechsfacht. Wie kann es in unserer ach so aufgeklärten Gesellschaft nur dazu kommen ? “Kondome? Die brauchen wir doch nicht!” – das sagte ein Tinder-Mann zu einer Tinderella beim ersten Date, kurz vor dem Sex. Sie hatten sich über die Dating-App Tinder kennengelernt und waren sich schnell einig. Verunsichert und naiv fragte die Frau später anonym in einem Internetforum: “Bedeutet dies, dass er an einer Beziehung interessiert ist?”. Es kann nicht oft genug gesagt werden: HIV ist noch nicht heilbar! Und selbst wenn man verantwortungsvoll ein Kondom benutzt, bleiben noch zahlreiche unangenehme Infektionen, die sich auf anderen Wegen übertagen: Tripper, Herpes, Pilzkrankheiten oder Chlamydien. Auch der steigende Konsum von Partydrogen fördert Sorglosigkeit und vermehrten Partnerwechsel. Das Ministerium hat eine “Strategie zur Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C sowie anderer sexuell übertragbarer Infektionern” veröffentlich und startet diese Woche mit einer Aufklärungskampagne. Im Mittelpunkt steht, Wissen über die Krankheiten, ihre Übertragungswege und Schutzmaßnahmen zu verbreiten. Denn Prävention und Früherkennung seien wichtig bei der Eindämmung der Krankheiten. Etwa Syphilis wird beim Sex sehr leicht übertragen. Es reicht, dass der Erreger Kontakt mit einer Schleimhaut bekommt. Traurig aber wahr: Aus der Not entstand mittlerweile ein Gegentrend: Auf der Dating-Plattform Hift treffen sich Menschen, die mit einer Geschlechtskrankheit infiziert sind und offen damit umgehen. Sie suchen dort Gleichgesinnte. Was leider nicht schwer ist: Weltweit gibt es ungefähr 400 Millionen Betroffene…

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